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'''Adam West''' (* [[19. September]] [[1928]] in Walla Walla, Washington als William West Anderson), US-amerikanischer Schauspieler und Synchronsprecher
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'''Bronze Age'''
  
== Biographie ==
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Ein in der amerikanischen Comic-Fangemeinde entstandener Ausdruck für eine Epoche US-amerikanischer Mainstream-Comics, die sich stilistisch und inhaltlich als eine Einheit ausmachen lässt. Sie umfasst in etwa den Zeitraum von [[1970]] bis [[1985]]. Dem Bronze Age voraus gingen das [[Golden Age]] (von den Dreißigerjahren bis etwa [[1950]]) und das [[Silver Age]] (von [[1950]] bis [[1969]]). An das [[Bronze Age]] schließt das [[Modern Age]] an. Die Epocheneinteilung hat sich unter Comicliebhabern als sinnvoll und gerechtfertigt eingebürgert und ist nicht auf [[DC]]-Comics beschränkt.
  
Er wurde bekannt durch seine Rolle als [[Batman]] in der gleichnamigen [[Batman - TV-Serie|TV-Serie]], welche von [[1966]] bis [[1968]] in den USA ausgestrahlt wurde.
 
  
=== Vor Batman ===
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'''Historie'''
  
Er besuchte in Seattle die Lakeside High School und machte dann seinen Abschluss am Whitman College (Hauptfächer Literatur und Psychologie). Nachdem er zwei Jahre in der U.S. Army tätig war, konnte er sich beruflich nicht festlegen. Von D.J., Truck-Fahrer bis zum Cowboy reichten seine Tätigkeiten. Eine Reise mit seiner ersten Ehefrau führte ihn nach Europa, wo er sogar als Milchmann ein paar Taler verdiente. Seine Domizil verlegte er jedoch nach Hawaii. Dort bekam er auch seine erste Rolle in der Unterhaltungssendung The Kini Popo Show. Seine Ehe wurde geschieden und er heiratete eine Hawaiianerin.
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'''Beginn und Entwicklung des Bronze Age'''
  
=== Der ewige Batman ===
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Bei DC lassen sich durchaus konkrete Ereignisse festmachen, die die Grenzen des Bronze Age markieren, obwohl die stilistischen und inhaltlichen Entwicklungslinien etwa bei Marvel Comics ähnlich verliefen. Ein wesentlicher Wendepunkt war der Wechsel in der Redaktion der [[Superman]]-Comics: Der langjährige Editor [[Mort Weisinger]], der neben den Zeichnern [[Curt Swan]], [[Kurt Schaffenberger]], [[George Klein]] und den Autoren [[Otto Binder]] und [[Leo Dorfman]] das Silver Age bei DC geprägt hatte wie kein zweiter, ging 1970 in den Ruhestand, und [[Julius Schwartz]] wurde neuer Editor.
  
In den 60er Jahren wurde [[Willian Dozier]] auf ihn aufmerksam. Er hatte ihn in einigen Rollen auf der Leinwand und im Fernsehen gesehen. Er gab ihm die Rolle als [[Batman]] in der gleichnamigen [[Batman - TV-Serie|Fernsehserie]]. Diese wurde ein internationaler Erfolg und so drehte man sogar einen ganzen Film, der auf dieser Serie basierte.
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1970 befand sich die Jugend sich im gesellschaftlichen Umbruch, alte Maßstäbe und Ordnungen wurden in Frage gestellt, und das politische Denken und Handeln nahm in der breiten Bevölkerung zu. Unter diesen Bedingungen benötigte auch der aufrechte und oft naiv wirkende Superman des Silver Age, der ungebrochen für die Werte der US-Gesellschaft der Sechzigerjahre stand, einer dringenden Modernisierung. Waren die Storys in den Superman- und [[Batman]]-Comics des Silver Age noch sehr "comichaft" gestaltet, mit schematisch charakterisierten Figuren, absurdesten Begebenheiten und Wendungen und oft schwankhaften Plots, bemühte man sich jetzt, die Geschichten erwachsener und realistischer zu gestalten. Die Figuren erhielten mehr menschliche Tiefe, ihre psychischen Widersprüche und Konflikte wurden stärker thematisiert. Das betraf auch die Schurken und Superschurken, bei denen nunmehr immer häufiger die Frage behandelt wurde, warum sie überhaupt zu Schurken geworden waren. Gesellschaftliche Probleme wie etwa der zunehmende Drogenkonsum oder die Entfremdung der Jugend in einer abweisenden, harten Großstadtrealität fanden sich jetzt in den Storys wieder, und auch die Darstellung von Gewalt wurde realistischer und härter.
  
Als die [[Batman - TV-Serie]] eingestellt wurde, kamen nur noch spärlich neue Angebote für ihn. Für alle war er DER [[Batman]]. Das Publikum nahm ihm keine anderen Rollen ab.
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Neben die größere Realistik der Storys tritt als weiteres markantes Merkmal die witzige Nebenhandlung. Im Bronze Age neu engagierte Autoren wie [[Elliot S. Maggin]], [[Cary Bates]], [[Gerry Conway]] und [[Bob Rozakis]] erweiterten den Kreis der Figuren rund um die Haupthelden Superman und Batman, deren Funktion oft nur darin bestand, für humorvolle, unterhaltsame Nebenhandlungen zu sorgen. Manche ''running gags'' wie z. B. die ständige Schikane [[Steve Lombard|Steve Lombards]] gegen [[Clark Kent]] oder Nebenhandlungsstränge wie z. B. [[Lana Lang|Lana Langs]] zeitweiliger Versuch, Supermans Herz zu erobern, zogen sich über viele Issues hin und gaben den Comicserien damit viel vom Touch der TV-Serien der Siebziger- und Achtzigerjahre, von denen die Autoren vielfach auch beeinflusst gewesen sein mochten.
  
[[1983]] bekam er es erneut mit [[Batman]] zu tun. In der Cartoon-Serie [[Super Friends - TV|Super Friends]] lieh er der Zeichentrick-Version des Fledermaus-Mannes seine Stimme. Seine Stimme verband man so sehr mit [[Batman]], dass er später in einer Zeichentrick-Serie in der [[Batman]] solo Abenteuer zu bestehen hatte, ebenfalls diesen synchonisieren durfte. Auch in der US-Fassung The Simpsons sprach West fleißig mit.
 
  
In der Zeichentrickversion von Batman des Fernsehsenders FOX hatte West einen Kurzauftritt. In der Episode "Beware the Gray Ghost" sprach er den Grauen Geist, der eine Hommage an die frühesten Superheldenfiguren wie [[The Shadow]] oder [[Crimson Avenger]] sein sollte.
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[[Bronze Age|MEHR HIER]]
 
 
Außerdem spricht er hin und wieder den Bürgermeister Adam West der fiktiven Stadt Quahog, Rhode Island in der Zeichentrickserie Family Guy.
 
 
 
In der Kultserie "King of Queens" spielte West sich selbst. In der Folge "Lori mit den Scherenhänden" (orig.: Shear Torture) erkennt Spence ihn in der U-Bahn und lädt ihn zu einer Science-Fiction Convention ein.
 
 
 
=== weitere Auftritte in Serien ===
 
 
 
*[[Legends of the Superheroes]] (als [[Batman]])
 
*Scooby-Doo meets Batman (als Batman)
 
*Space Ghost - Batmantis (als Adam West)
 
*Johnny Bravo - Johnny Bravo meets Adam West (Zeichentrick; als Adam West)
 
*Die Simpsons - Einmal als Schneekönig (Zeichentrick; als Adam West)
 
*Die Simpsons - Marge - oben ohne (Zeichntrick; als [[Batman]])
 
*Family Guy (diverse Episoden; Zeichentrick; als Adam West)
 
 
 
 
 
[[Adam West|MEHR HIER]]
 

Aktuelle Version vom 12. März 2010, 18:54 Uhr

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Bronze Age

Ein in der amerikanischen Comic-Fangemeinde entstandener Ausdruck für eine Epoche US-amerikanischer Mainstream-Comics, die sich stilistisch und inhaltlich als eine Einheit ausmachen lässt. Sie umfasst in etwa den Zeitraum von 1970 bis 1985. Dem Bronze Age voraus gingen das Golden Age (von den Dreißigerjahren bis etwa 1950) und das Silver Age (von 1950 bis 1969). An das Bronze Age schließt das Modern Age an. Die Epocheneinteilung hat sich unter Comicliebhabern als sinnvoll und gerechtfertigt eingebürgert und ist nicht auf DC-Comics beschränkt.


Historie

Beginn und Entwicklung des Bronze Age

Bei DC lassen sich durchaus konkrete Ereignisse festmachen, die die Grenzen des Bronze Age markieren, obwohl die stilistischen und inhaltlichen Entwicklungslinien etwa bei Marvel Comics ähnlich verliefen. Ein wesentlicher Wendepunkt war der Wechsel in der Redaktion der Superman-Comics: Der langjährige Editor Mort Weisinger, der neben den Zeichnern Curt Swan, Kurt Schaffenberger, George Klein und den Autoren Otto Binder und Leo Dorfman das Silver Age bei DC geprägt hatte wie kein zweiter, ging 1970 in den Ruhestand, und Julius Schwartz wurde neuer Editor.

1970 befand sich die Jugend sich im gesellschaftlichen Umbruch, alte Maßstäbe und Ordnungen wurden in Frage gestellt, und das politische Denken und Handeln nahm in der breiten Bevölkerung zu. Unter diesen Bedingungen benötigte auch der aufrechte und oft naiv wirkende Superman des Silver Age, der ungebrochen für die Werte der US-Gesellschaft der Sechzigerjahre stand, einer dringenden Modernisierung. Waren die Storys in den Superman- und Batman-Comics des Silver Age noch sehr "comichaft" gestaltet, mit schematisch charakterisierten Figuren, absurdesten Begebenheiten und Wendungen und oft schwankhaften Plots, bemühte man sich jetzt, die Geschichten erwachsener und realistischer zu gestalten. Die Figuren erhielten mehr menschliche Tiefe, ihre psychischen Widersprüche und Konflikte wurden stärker thematisiert. Das betraf auch die Schurken und Superschurken, bei denen nunmehr immer häufiger die Frage behandelt wurde, warum sie überhaupt zu Schurken geworden waren. Gesellschaftliche Probleme wie etwa der zunehmende Drogenkonsum oder die Entfremdung der Jugend in einer abweisenden, harten Großstadtrealität fanden sich jetzt in den Storys wieder, und auch die Darstellung von Gewalt wurde realistischer und härter.

Neben die größere Realistik der Storys tritt als weiteres markantes Merkmal die witzige Nebenhandlung. Im Bronze Age neu engagierte Autoren wie Elliot S. Maggin, Cary Bates, Gerry Conway und Bob Rozakis erweiterten den Kreis der Figuren rund um die Haupthelden Superman und Batman, deren Funktion oft nur darin bestand, für humorvolle, unterhaltsame Nebenhandlungen zu sorgen. Manche running gags wie z. B. die ständige Schikane Steve Lombards gegen Clark Kent oder Nebenhandlungsstränge wie z. B. Lana Langs zeitweiliger Versuch, Supermans Herz zu erobern, zogen sich über viele Issues hin und gaben den Comicserien damit viel vom Touch der TV-Serien der Siebziger- und Achtzigerjahre, von denen die Autoren vielfach auch beeinflusst gewesen sein mochten.


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